Festkörperbatterien gehen in Massenproduktion mit Mercedes-unterstütztem ProLogium

Das in Taiwan ansässige Unternehmen ProLogium hat mit der Massenproduktion von Festkörperbatteriezellen begonnen – ein Meilenstein für eine Technologie, die seit Langem als der nächste große Sprung für Elektrofahrzeuge gehypt wird. Das Unternehmen, zu dessen Unterstützern Mercedes-Benz zählt, gibt an, dass seine ersten kommerziell produzierten Zellen eine bemerkenswert hohe Energiedichte liefern.
Das ist wichtig, weil Festkörperdesigns den entflammbaren flüssigen Elektrolyten herkömmlicher Lithium-Ionen-Akkus durch ein festes Material ersetzen. Der Gewinn könnten leichtere, kompaktere Batterien sein, die mehr Energie auf demselben Raum speichern und so die Reichweite verlängern könnten, ohne an Volumen zuzulegen. Auch die Sicherheitseigenschaften könnten sich verbessern, wobei die tatsächliche Leistung noch in großem Maßstab nachgewiesen werden muss.
ProLogiums Schritt von Labormustern zur Fabrikproduktion ist für sich genommen bedeutend, da viele Festkörperbemühungen in der Pilotphase stecken geblieben sind. Mercedes’ Engagement verleiht der Sache Gewicht und signalisiert, dass mindestens ein großer Automobilhersteller einen gangbaren Weg sieht, die Technologie in Fahrzeugen einzusetzen.
Es bleiben Fragen zu Kosten, Fertigungsausbeute und dazu, wie schnell Festkörperzellen auf Volumina hochgefahren werden können, die für den breiteren EV-Markt relevant sind. Vorerst kann ProLogium eine echte Premiere für sich beanspruchen: Festkörperbatterien, die vom Massenproduktionsband rollen, anstatt in einer Forschungsdemo zu stehen.
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