Neue ICCT-Studie: Moderne Plug-in-Hybride stoßen im Realbetrieb mehr CO₂ aus als erwartet

Eine neue Analyse des International Council on Clean Transportation (ICCT) fördert unbequeme Zahlen für Plug-in-Hybride zutage. Laut der Studie stoßen heutige PHEV im realen Fahrbetrieb deutlich mehr Kohlendioxid aus, als ihre offiziellen Angaben vermuten lassen – eine Diskrepanz, die neue Fragen aufwirft, wie diese Fahrzeuge eingestuft und beworben werden.
Das Kernproblem scheint darin zu liegen, wie PHEV genutzt werden, sobald sie den Showroom verlassen. Wenn Halter den Verbrennungsmotor stärker nutzen, als es die Testverfahren annehmen, schrumpft der Umweltvorteil des elektrischen Teils erheblich. Das untergräbt die Vorstellung, Plug-in-Hybride seien ein einfacher Zwischenschritt zur vollständig elektrischen Mobilität.
Für Käufer bedeutet das nicht, dass PHEV sinnlos sind, sondern dass ihre Ökobilanz stark von den Ladegewohnheiten abhängt. Fahrer, die regelmäßig laden und kürzere Tagesstrecken zurücklegen, profitieren weiterhin spürbar; wer das Auto wie einen konventionellen Hybriden behandelt, nicht.
Regulierungsbehörden und Automobilhersteller stehen nun unter Druck, Laborwerte mit der Leistung auf der Straße in Einklang zu bringen. Die Ergebnisse des ICCT untermauern die Forderungen nach realistischeren Tests und klareren Verbraucherinformationen zu den Emissionen von Plug-in-Hybriden.
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