Europas Verkehrselektrifizierung könnte fossile Brennstoffimporte bis 2040 drastisch senken

Europäische politische Entscheidungsträger bereiten sich darauf vor, einen Rahmen für erneuerbare Energien für die Jahre nach 2030 verbindlich festzulegen, und der Verkehr steht genau im Zentrum dieser Debatte. Die zentrale Entscheidung, wie Analysten es formulieren, läuft darauf hinaus, ob der Kontinent weiterhin auf importiertes Öl setzt oder sein Mobilitätssystem auf Strom umstellt, der näher an der Heimat erzeugt wird. Den Diskussionen zufolge könnte eine weitergehende Elektrifizierung des Verkehrs die Importabhängigkeit Europas bis 2040 um fast ein Viertel verringern.
Diese Zahl ist wichtig, weil sie die Elektrifizierung als mehr als nur Klimapolitik neu einordnet. Würden Autos, Busse und Güterverkehr auf europäischen Strom umgestellt, bliebe ein größerer Teil der Energieausgaben auf dem Kontinent und die Volkswirtschaften wären besser gegen volatile globale Ölmärkte abgeschirmt. Zudem verbindet dies die Verkehrsfrage direkt mit der umfassenderen Gesetzgebung für erneuerbare Energien, die derzeit geprüft wird.
Die Entscheidung, vor der die Gesetzgeber stehen, ist politisch betrachtet daher klar: entweder die derzeitige Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen beibehalten oder ein Verkehrssystem aufbauen, das zunehmend mit heimischem Strom betrieben wird. Das Ausmaß der möglichen Verringerung der Importabhängigkeit zeigt, dass es dabei um weit mehr als nur um Emissionsziele geht.
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